Interpellationen und Anfragen
Einfache Anfrage von Albert Rüesch im Stadtparlament St.Gallen vom 25. Juni 2010:
Was sieht die Stadt St.Gallen auf dem Entwicklungsgebiet Bahnhof St.Fiden
vor?
Die
Umweltfreisinnigen (UFS) haben sich wiederholt mit dem von der SBB
offensichtlich kaum mehr genutzten Gelände nördlich der Geleiseanlagen des
Bahnhofs St.Fiden befasst. Im Papier „Grundzüge der räumlichen Entwicklung“
vom 12. Mai 2006, das als Grundlage für die städtische Richtplanung dient, wird
der Bahnhof St.Fiden zusammen mit den Arealen Bahnhof Nordwest, Güterbahnhof
und St.Gallen West als „Entwicklungsschwerpunkt mit städtischer Zentrumsfunktion
oder mit regionaler Bedeutung“ bezeichnet. Das ganze Gebiet um den Bahnhof St.Fiden
besitzt ein grosses Entwicklungspotential: es liegt nahe bei den Spitälern, bei
diversen Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Betrieben und beim Olma-Areal, hat
optimalen Autobahn- und öV-Anschluss und künftig mit der neuen
VBSG-Versuchslinie 12 auch direkte Verbindungen zur Innenstadt. Die
Umweltfreisinnigen St.Gallen sind der Meinung, dass der Zeitpunkt gekommen ist,
dieses Areal aufzuwerten und zu beleben. Auf den rund 22‘000 m2
könnte ein attraktives Wohn- und Geschäftsgebiet samt Grünbereich entstehen,
das helfen würde den Siedlungsdruck am Rande der Stadt zu entschärfen.
Ich
bitte den Stadtrat folgende Fragen zu beantworten:
1. Für
welche Zwecke wird das Areal um den Bahnhof St.Fiden aktuell genutzt und wer
ist Eigentümer oder Eigentümerin?
2. Welche
Bedeutung misst der Stadtrat dem Gebiet Bahnhof St.Fiden zu, einerseits im
Hinblick auf die Stadtentwicklung, andererseits in Anbetracht der mit der
S-Bahn 2013 und dem Projekt Bahn 2030 zu erwartenden wachsenden
Verkehrsströmen?
3. Welche
Möglichkeiten für eine attraktive Nutzung des Gebiets sieht der Stadtrat im
Gebiet Bahnhof St.Fiden und wie priorisiert er diese?
4.
Könnte
die Stadt das Gebiet kaufen und wäre sie an einem Kauf interessiert? Haben
allenfalls bereits Kontakte mit den Grundeigentümern stattgefunden?
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