Rückblick auf die Feierabendveranstaltung vom 20.1.2010: Was
geschieht mit gesparter Energie?
Die Veranstaltung vom 20. Januar 2010 hat gehalten,
was der Titel versprochen hat: Informationen, Denkanstösse und Diskussionen.
Die erfreuliche Teilnahme an dieser Veranstaltung hat gezeigt, dass das Thema
bewegt. Marcel Hänggi, Journalist und Buchautor, hat uns seine Thesen in Bezug
auf den Klimawandel vorgestellt: 1) Der so genannte Rebound-Effekt wird in den
aktuellen Diskussionen und Berechnungen zu wenig berücksichtigt und 2) die CO 2 -Problematik
sollte von der Angebotsseite her gelöst werden. Mit Rebound wird in der Energieökonomie der Umstand
bezeichnet, dass das theoretische Einsparpotenzial von Effizienzsteigerungen nur teilweise
oder gar nicht realisiert wird. Marcel Hänggi ist der Meinung, dass gerade
wegen des Rebound-Effekts in Bezug auf die CO 2 -Reduktion besser die
Ziele vorgegeben werden als der Weg. Sein favorisiertes Modell sind
Importkontingente für fossile Energie, wobei diese Kontingente versteigert
würden. Diese Thesen wurden intensiv diskutiert. Der Vorstand ist der
Auffassung, dass ein solcher Rebound-Effekt in einem gewissen Ausmass
existiert, dass dies aber die Anstrengungen, den Ausstoss von CO 2
einzudämmen, keinesfalls beeinträchtigen darf. Möglich wäre allerdings, dass
die heutigen Berechnungen zum Klimawandel aufgrund des wenig bis gar nicht
berücksichtigten Rebound-Effektes zu optimistisch sind.