Politik der
Verantwortung
Am 25. Juni fand sich eine kleinere Gruppe von UFS-Mitgliedern und Interessenten am Rand des Naturschutzgebiets Bannriet-Spitzmäder südlich von Altstätten ein. Dort wurden sie vom Biologen Ivo Moser, Vertreter des Vereins Pro Riet erwartet. Der Verein Pro Riet Rheintal setzt sich für die Erhaltung naturnaher Lebensräume im St. Galler Rheintal und den unteren Hanglagen zwischen Au und Lienz ein und für die fachgerechte Pflege der Naturschutzgebiete.
Ivo Moser führte die Gruppe zur „Schollenmühle“, einer ehemaligen Torffabrik, die 1998 ihren Betrieb eingestellt hat. Eine ehemalige Lagerhalle der Fabrik wurde zum Informationszentrum für das Schollenriet umgestaltet. Der Biologe erklärte den interessierten Zuhörern wie das Flachmoor, in dem die Schollenmühle steht, entstanden ist. Er wies auf die von Pro Riet ergriffenen Massnahmen hin, um das Naturschutzgebiet für zahlreiche Vögel-, Amphibien-, Insekten- und Pflanzenarten als attraktiven Lebensraum zu erhalten und stellte einige der für das Moor typische Tierarten vor.
Im zweiten Teil der Besichtigung präsentierte Herr Biolay, pensionierter Kaminfeger, der seit seiner Kindheit das Handwerk des Torfstechers kennen gelernt hat, Arbeitsgeräte und Arbeitsmethoden dieses fast ausgestorbenen Berufs. In der Schollenmühle wird zu Demonstrationszwecken in kleinem Rahmen weiterhin Torf gestochen.
Ein Mittagessen im Restaurant „Bahnhof“ in Altstätten schloss den Besuch im Riet ab. (ck)
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